|
Greater St. Lucia Wetland
Park
Der Greater St. Lucia Wetlands Park
umfasst eine rund 60 km lange Flussmündung, die als Lagune quer zur
Küste verläuft. Die Lagune ist durch einen Dünensaum vom Meer
getrennt. Der Zusammenfluss von See- und Süsswasser ermöglicht ein
besonders reichhaltiges Nahrungsangebot, und so gibt es hier
unzählige Fischarten und eine nicht minder beeindruckende Vielfalt
an Vögeln. Eine weitere Attraktion sind die zahlreichen Flusspferde
und Krokodile. Mit ca 1500 Exemplaren ist der Krokodilbestand im St.
Lucia See grösser als in allen anderen Tierparks in
Südafrika.
Unser nächstes Ziel nach dem Krüger
Nationalpark war für die nächsten 3 Tage der Greater St. Lucia
Wetland Park. Ursprünglich wollten wir auf einer nahegelegenen Lodge
übernachte. Vor Ort erfuhren wir, dass die Lodge nur per Boot
erreicht werden kann sowie eine Vorrausbuchung erforderlich ist. Da
wir weder vorausgebucht hatten noch ein Boot besaßen, bauten wir
unser Zelt auf dem nahe gelegenen Campingplatz am See mit einigem
Grusel im Nacken auf. Es war uns etwas mulmig, da ein Hinweisschild
vor eventuellen nächtlichen Besuchen von Krokodilen und
Flusspferden
warnte -
die Spuren von Flusspfernden waren ein paar Meter weiter entfernt deutlich zu sehen. Mit Einbruch der
Dunkelheit bauten wir uns ein größeres Lagerfeuer auf.
Am nächsten Morgen
besorgten wir uns an der Info-Station eine Wanderkarte und ließen
uns ein paar interessante Wegebeschreibungen erklären. Der
anschließende Wanderweg führte auf schmalen Pfaden durch die am See
angrenzenden maritimen Küstenwälder
. Hin und wieder bot sich ein schöner Ausblick
auf den See und die anschließenden Küstenabschnitte. Mit dem Fernglas konnten wir auf der anderen
Uferseite, in der Sonne liegend, eine größere Gruppe Krokodile ausmachen - nachts wechseln sie wie
auch die Flußpferde ihr Lager und kommen auf die andere des Sees, wo eben unser Zelt stand. Ihr
nächtlicher Besuch blieb uns aber erspart.
Die Landschaft ist
hier komplett anders als z.B. im Krüger NP. Es dominieren maritime
immergrüne Küstenwälder u.a. mit riesige Euphorbien, an anderen
Stellen gibt es Mangrovensümpfe sowie im False Bay
Park die letzten Reste von Sandwald
in Natal. Der Park wurde von der UNESCO 1999 zum "Welterbe"
erklärt und unter Schutz gestellt.
Da
man zu Fuß unterwegs ist, gibt es keine größeren Wildtiere wie in
anderen Parks zu sehen, dafür aber eine um so reichhaltigere
Vogelwelt. Wir könnten eine riesige Schar weisser
Pelikane
auf dem
See bei der Nahrungssuche beobachten. Das durch Bakterien und Plankton rot-bräunlich gefärbte
Brackwasser des Sees bietet ihnen, wie auch den anderen Vögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot.
Der Park ist, wenn er einigermaßen auf der Strecke liegt, sehr zu empfehlen. Er ist von der Tierwelt
zwar nicht so spektakulär, dafür aber wesentlich erholsamer als z.B. der Krüger Park.
Der Besucherstrom hält sich in Grenzen, man ist viel zu Fuß unterwegs und auch das Klima war
(zumindest was unsere Reisezeit angeht) sehr angenehm.
Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug
zum Hluhluwe Umfolzi-Park. Der
Hluhluwe-Umfolozi-Park präsentiert hügelige afrikanische Savanne,
wobei der Teil des Hluhluwe Parkes wesentlich feuchter und weit mehr
mit Flussarmen durchzogen ist als der Umfolozi-Park. Die Tierwelt
ist ähnlich dem Krüger Park. Es gibt die Big Five sowie diverse
andere Wildtierarten zu sehen, u.a. konnten wir hier den recht
seltenen Buschbock
beobachten.
Weiterführende Informationen:
Naturwunder und Ökofrewel -
Artikel aus Zeit.de
Greater St. Lucia Wetland Park -
Reisetipp bei mdr Radio Sachsen
Der St. Lucia See - von
globalnature.org |