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Pilanesberg NP

Der Pilanesberg National Park grenzt unmittelbar an die Spielerstadt Sun City. Der 55.000 Hektar große Park ist kreisrund und erstreckt sich um die Reste eines 1200 Millionen Jahre alten riesigen Vulkankraters mit einem kleinen See im Zentrum. Das landschaftlich überaus reizvolle Gelände liegt in der Übergangszone zwischen Kalaharie und Lowveld, und so trifft man hier sowohl die Vegetation der Kalaharie (Kameldornbäume) als auch die des Lowveld (Dornenakazien) an.

Im Pilanesberg National Park sind heute fast alle Tierarten des südlichen Afrika anzutreffen, u.a. auch Elefanten, Breitmaul- und Spitzmaulnashörner, Büffel, Leoparden, Zebras, Hyänen, Giraffen, Flußpferde und Krokodile. Außerdem wurden über 300 Vogelarten gezählt.


Für die Besichtigung des Pilanesberg NP ist 1 Tag durchaus ausreichend. Will man sich allerdings etwas mehr Zeit lassen benötigt man 2-3 Tage. Zu beachten ist auch, daß die Tiere nicht jeden Tag in großen Mengen zu beobachten sind, z.B. ist am Wochenende, wenn die Massen aus Sun City und Johannesburg in den Park strömen, weit weniger los, als an anderen Tagen.

Am ersten Tag starteten wir sehr früh. Am Mankwe Lake hatten wir das Glück, einen Großteil des Tierbestandes auf engem Raum rund um den See anzutreffen. Auch die anderen Tage war dies die Stelle, wo am meisten zu sehen war. Sehr interessant war auch ein Ausflug in die gebirgigen Lagen des Parkes, hier haben wir außer ein paar Gnus kaum Tiere angetroffen, dafür war der Ausblick auf die Landschaft großartig.

Die Angaben in der Reiseiteratur, wonach im Park beste Möglichkeiten für Raubtier-
beobachtung bestehen, können wir nicht bestätigen. Es gibt eine sehr große Nashorn-
population im Park. Daneben konnten wir relativ häufig Zebras, Elefanten und die sehr seltenen Rappenantilopen beobachten.

Der Pilanesberg NP ist sehr schön und mit Sicherheit einen Ausflug wert, kann aber nicht mit anderen Parks in Südafrika verglichen werden. Der Park ist relativ klein und an seiner südlichen Grenze vollständig urbanisiert. Die Nähe zu Johannesburg, Pretoria und natürlich Sun City macht sich besonders am Wochenende, wenn es sehr voll ist und hier und da eine Luxuslimousine den Weg kreuzt, bemerkbar.

Auch bei den anbebotenen Nightdrives hat man des Gefühl im Bassain des Massen-
tourismus zu schwimmen!

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Sun City. Da keine Jagdsaison war und der Touristenanstrum im Jahr 2000 auch eher gering war, wirkte die Spielerstadt ziemlich ruhig und nicht besonders aufregend. Wir besuchten vormittags eine Krokodilfarm (sehr zu empfehlen!), sowie einen Zoo, wo ausgesetzte Löwenbabys aufgezogen wurden. Am Nachmittag genehmigten wir uns ein Wellenbad in einem dem Lost City Palast angegliederten Schwimmbad.

Der geplante Besuch im Botanischen Garten von Lost City konnte leider nicht stattfinden, da wir nicht rechtzeitig im Vorraus gebucht hatten. Abends verspielten wir noch ein wenig Geld in den Kasinos, bevor es dann am nächsten Nachmittag, nach einem letzten kurzen Trip durch den Park, zurück zum Flughafen nach Johannesburg ging.

Weiterführende Informationen:

Operation Genesis - Artikel Spiegel Online, Resort Reise