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Kalaharie Gemsbock Park (1.Tag)
Kalaharie Gemsbock Park (2.Tag)
Der Kalaharie NP (eigentlich Kgalagadi Transfrontier Park) befindet sich im
Nordosten Südafrikas und umfaßt eine Fläche von 36.000 qm. Der
Großteil der Parkfläche erstreckt sich in das Landesinnere von Botswana.
Die Zufahrt zum Park erfolgt über das Camp Twee Rivieren, die
Weiterfahrt ist ausschließlich entlang der ausge-
trockneten Flußbette Auob und Nossob möglich.
Dazwischen gibt es 2 Querver-
bindungswege. Flora und Fauna (58 Säugetierarten) des Parkes sind
sehr gut an die ariden Klimabedingungen in der Kalaharie abgepaßt,
z.B. benötigt der Springbock kein zusätzliches Wasser, wenn er genügend
Feuchtigkeit über die Nahrung aufnehmen kann.
Am 8.9. erreichten wir nach 2 1/2-tägiger Fahrtzeit mit Übernachtung
in Kimberly (Besuch der Diamantenmine) und Upington
(letzte Möglichkeit sich noch einmal ausreichend mit Lebensmittel
zu versorgen - ansonsten nicht sehr sehenswert) das Camp Twee Rivieren.
Wir wollten ursprünglich 2 Tage im Nossob Camp bleiben, hatten aber
leider nicht im voraus gebucht, so daß wir in das Camp Mata Mata
ausweichen mußten. Im Kalaharie NP empfiehlt es sich immer
im voraus zu buchen. Es gibt nur wenige Übernachtungen und diese sind
in den Ferien (Sommer) sowie zu Wildblumenblüte im Namaqualand
(zeitiges Frühjahr - unsere Reisezeit) meistens ausgebucht.
Unsere Fahrt nach Mata Mata vorbei am Picknickplatz Melkvley
dauerte ca. 3-4 Stunden und war durch den aufgewehten Sand sehr anstrengend.
Nach ca. ½ Stunde kamen wir an einem Kameldornbaum vorbei, der unter
der Last der riesigen Webervögelnester fast auseinanderbrach.
Auffallend war in diesem Gebiet die Dominanz von fosslien Dünen, welche
durch die starken Niederschläge im Sommer 1999/2000 sehr stark mit
Gras bewachsen waren und oftmals die Sicht in die Landschaft versperrten.
Die von Bildern her bekannten rotbraunen Wanderdünen kommen hier dagegen
seltener vor und haben den Schwer-
punkt ihrer Verbreitung in Namibia und Botswana - entsprechende
Karten sind in den NP-Camps einzusehen.
Das Flußbett des Auob, dem wir bis Mata Mata folgten,
vermittelte nicht den Eindruck sich zur Trockenzeit in einem Halbwüstengebiet
zu befinden. Stellenweise war das ausgetrocknete Flußbett mit
saftig grünen Kräutern bedeckt und erinnerte mehr an einen brachliegenden
Kartoffelacker im mitteldeutschen Flachland. Trotz allem konnten wir
auch hier einen guten Einblick in die beheimatete Tierwelt bekommen.
Entlang des Flußbettes fanden sich im Schatten der Bäume größere
und kleinere Herden Oryx-antilopen, Springböcke, und Gnus ein. Auf
einem kleinen Seitenweg fanden wir eine ausgehöhlte Oryxantilope Geier
machten sich gerade über die letzten Reste Fleisch her.
Zum Sonnenuntergang fanden wir uns im Mata Mata Camp ein. Hier
hatte man das Gefühl am Ende der Welt zu sein. Irgendwie stimmte das
auch, man befand sich immerhin an der Grenze zu Namibia. Staub,
Dünen und endlose Weite prägten das Landschaftsbild. Mit Einbruch
der Dunkelheit bauten wir das Zelt auf. In der Nacht war es bitterkalt
und auch tagsüber schaffte es das Thermometer kaum über 20°C + einer
ständig wehenden kühlen Briese.
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